Termine

16Nov
16.11.2018 19:00
Proklamation FAVK
17Nov
Der Beginn des Saalkarnevals der Roahser Jonges am 14.01.2017 war grandios.

Mit dem Einzug der Gesellschaft begann um 19.40 Uhr ein kurzweiliger Abend, dessen Programm mit dem Kinderprinzenpaar Jakob I. und Anni I. startete. Die Beiden stellten sich in ihrer Rede vor und zeigten bei ihrem Tanz, dass sie Temperament und Taktgefühl haben. Mitgebracht hatten sie aus dem Kinderkarneval den schon allseits bekannten „Schüler“ Oskar Beeck und die „Lehrerin“ Madeleine Schückes. Oskar brachte „Frau Deppendorf“ wieder an den Rand der Verzweiflung, während das Publikum seine helle Freude hatte. Dieser Auszug aus dem Kinderkarneval zeigte ein weiteres Mal, dass man sich hier keine Sorgen um den Nachwuchs machen muss. Dann startete das Programm der Erwachsenen, durch das Sitzungspräsident Wolfgang Genenger führte. Der Comedian Christian Pape schwelgte in seinen Kindheitserinnerungen, wobei das Publikum Sprüche, die man noch von Oma kannte, kannte und selbst beendete (Guck nicht so viel fern, sonst bekommst du viereckige Augen etc.). Musikalisch begleitet wurde er von Keyboarder Stefan, der absolut keine Miene verzog. Bei der Aufforderung, seinen Pullunder bei der Wärme auf der Bühne doch auszuziehen, zeigte sich, dass Stefan genau den gleichen Pullunder noch mal drunter hatte. Kurz vor Ende der Vorstellung wollte Pape mit Stefan bei einem Tanz zeigen, dass er etwas vom Haushalt versteht (das bisschen Haushalt…) und empfahl, auch diesen Pullunder auszuziehen. Siehe da, da kam ein dritter Pullunder zum Vorschein…Nach diesem absolut spitzenmäßigen Start, bei dem kein Auge trocken blieb, kam hoher Besuch: Das Stadtprinzenpaar Timm I. und Nadine I. (Wankum) zog mit seiner Begleitung in den Saal ein. Prinz Timm I. erzählte musikalisch vom Besuch im Kölner Zoo, wo das Prinzenpaar allerhand seltsame Tiere sehen konnte: Schnapsdrosseln, Schluckspechte, Brillenschlangen, Luftschlangen.... Die Stadtprinzengarde zeigte ihren Tanz, den sie für diese Session einstudiert hatte.

Dann zog die Karnevalsband „Gulaschkapell“ ein und brachte den Saal so richtig zum Toben. Die Köche hielten eine richtige kölsche Party ab, da blieb niemand auf den Stühlen sitzen. Nach einer Rakete und Zugabe kam es zu einer Ehrung: Hermann Seeger vom Bund Deutscher Karneval (BDK) verlieh Hubert Wittig den BDK-Orden in Gold. Hubert ist seit über 25 Jahren im Vorstand, davon 15 Jahre als Zeugwart und hier vor allem für den Aufbau der Bühne und die Dekoration des Saales für die Veranstaltungen verantwortlich. Nach der Verleihung des BDK-Ordens an Hubert kam Wilfried Hummen auf die Bühne und überreichte Wolfgang Genenger ein Fensterbild mit dem Wappen der Roahser Jonges, da dieser seit 25 Sitzungspräsident der Gesellschaft ist. Wolfgang bedankte sich und meinte, er würde gerne weitermachen, schon alleine, weil er auf der Bühne immer mit Frikadellen gut versorgt wird. Nach den Ehrungen zeigte die Roahser Prinzengarde, dass sie ebenfalls gut tanzen kann. Sie tanzten, damit sie „dausend Levve“ haben. Michaela Hofer und Jasmin Hörkens führten einen tollen Mariechentanz auf und zeigten „ich will danze“. Markus Goletz und Jasmin Hörkens sowie Alex Schuhwirth und Michaela Hofer tanzten Discofox und meinten, auf der Alm, da gibt’s a Sünd, weil da fesche Madeln sind. Selbstverständlich verlangte das Publikum nach so einem Tanz nach Zugabe. Nach der Pause torkelte der „Sitzungspräsident“ Volker Weininger auf die Bühne. Er meinte, wir sind das Land der Dichter und Trinker und forderte: Stoppt Bierversuche. Auch hier kam das Publikum nicht aus dem Lachen heraus.

Danach war es dann Zeit für die Eigengewächse der Roahser Jonges: die Roahser Mädches (Christiane Linke, Nicole Linnartz, Nadine Mihm, Hannah Peeters, Colette Schlossmacher, Kathrin Wittig) probten getreu dem diesjährigen Motto der KG Roahser Jonges, den „Zwergenaufstand im Rahser“ als Zwerge und standen plötzlich als Schneewittchen auf der Bühne. Hier hieß es dann u.a. „jetzt geht`s los, wir sind nicht mehr aufzuhalten“. Das glaubt man gerne, und demnach forderte das Publikum eine Zugabe, die es natürlich bekam, die Roahser Mädches zeigten, was für sie „Heimat“ ist. Nach dem tollen Tanz der Roahser Mädches wurden 5 Standmikrofone auf die Bühne gestellt und es war jedem klar, jetzt kommen die Roahser Sänger. Aber erkennen konnte man sie zuerst nicht. Andreas Bodenbenner, Wilfried Hummen, Dirk Mangold, Helmut Pitzen, Siggi Steiger, Ludger Weyers, Wolfgang Wirtz, Herbert Wittig und Hubert Wittig zogen als Zwerge mit Bärten auf die Bühne und sangen schmissige Karnevalslieder, die eigens für das Rahser umgedichtet wurde. So erklärten sie, „dat es Heimat, tüschen Tuspi, Niers und Sittard han wir Roahser et Paradies. Natürlich waren sie alle stolz, „ene Roahser Jong“ zu sein.

Dann wurden alle Stadtteile einzeln nett besungen, aber am liebsten gingen sie im Sitzungskarneval jeden 2. Abend zur Sitzung hin in den schönsten Saal. Danach erklärte Wolfgang Genenger, er wartet auf ein Postpaket, dies wollten 8 Post-Wibbels (Lothar Beeck, Wolfgang Ditzen,Tobias Funk, Bernd Gütjens, Torsten Lennartz, Michael Linnartz, Philipp Luhnen und Michael Schiffer) bringen. Sie tanzten einen tollen Tanz und meinten, „hoch auf dem gelben Wagen“ bringen sie einen „Karton-ton-ton-ton“ und „das schaffen sie schon“. Als es dunkel auf der Bühne wurde, sah man nur noch leuchtende Kartons durch die Luft fliegen. Auch hier verlangte das Publikum nach einer Zugabe, welche dann gleichzeitig der Ausmarsch für die Wibbels war. Das Programm wurde abgeschlossen durch die Funky Marys, die dem Saal noch einmal richtig einheizten. Nach dieser Party-Schlussnummer kamen alle Aktiven auf die Bühne, um zum Finale „unser Stammbaum“ zusammen zu singen. Das Publikum sang aus vollem Herzen mit, und alle Anwesenden waren sich einig, dass es eine wieder fantastische Sitzung mit einem hervorragenden Programm gewesen ist.