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Am 22.01.2017 Uhr marschierten pünktlich um 14.30 Uhr alle aktiven Kinder des Kinderkarnevals auf die Bühne,

um die kleinen und großen Jecken im Saal mit dem Roahser Büttenmarsch auf den karnevalistischen Nachmittag einzustimmen. Sie wiesen außerdem singend mit dem Lied "Ein Zwerg ist größer als man glaubt" auf das diesjährige Motto der Roahser Jonges hin, denn im Rahser ist der "Zwergenaufstand" ausgebrochen. Danach begrüßte Wolfgang Genenger das Publikum und machte auf Roland Zetzen aufmerksam, der das Programm musikalisch begleitete. Er stellte Madeleine Schückes und Jan-Philipp Schiffer vor, die während der Kindersitzung sein Amt als Sitzungspräsidenten übernehmen sollten. Dann ging es los, traditionell eröffnete das Maskottchen, der Hoppereiter, das Programm. In dieser Session haben die Roahser Jonges einen neuen Hoppereiter: Kemal Saribas schlüpfte gerne in die Rolle. Wolfgang wies darauf hin, dass es egal wäre, welche Nationalität oder welchen Glauben der Hoppereiter hat, Hauptsache, er hat Spaß an der Sache. Und das hatte Kemal. Genauso traditionell wie der Hoppereiter ist auch der Hoppeditz (Lotte Heider), welcher viele Kilometer im Laufe eines Nachmittags absolviert. Nun zog das Kinderprinzenpaar, Jakob I. (Beeck) und Anni I. (Walter) mit der großen Rahser Prinzengarde und der Kinderprinzengarde ein. Die Beiden stellten sich in ihrer Rede vor und zeigten ihren fetzigen Tanz, in dem Prinz Jakob I. seiner Prinzessin Anni I. das Kleid auszog und sie dann im Tanzgarden-Rock weitertanzte. Dann rief Wolfgang Pastor Roland Klugmann und den diesjährigen Roahser Haer, Franz Schulte, auf die Bühne. Pastor Klugmann kam mit Verzögerung hoch, denn er hatte gerade noch das große Prinzenpaar gesegnet, welches auch schon im Vorraum war. Jakob I. und Anni I. hatten seinen Segen vor ihrer Kinderprinzenproklamation im November 2016 erhalten.

Pastor Klugmann machte etwas Werbung für die Messe der Freude, die immer Tulpensonntag in der Notburgakirche stattfindet. Er lud alle Erwachsenen und Kinder dazu ein, in ihren Kostümen an der etwas anderen Messe mit Karnevalsliedern teilzunehmen. Roahser Haer Franz Schulte brachte einen Umschlag mit, in dem sich seine Spende für den Kinderkarneval befand, denn an seiner Brezelverlosung zugunsten der Rahser Kinder hatten viele Mitglieder der Karnevalsgesellschaft teilgenommen. Danach las das Kinderprinzenpaar seine 11 Proklamationspunkte vor, die in der Karnevalszeit eingehalten werden sollen. Unter anderem forderte es, dass auf dem Parkplatz vor der Festhalle ein Freizeitpark oder ein Freibad gebaut wird, die Schultage auf drei Unterrichtsstunden (zwei Stunden Sport, eine Stunde Pause) reduziert werden, kostenloses Internet in der ganzen Stadt angeboten wird, die Bürgermeisterin jede Woche einen kostenlosen Super-Promi-Auftritt in der Stadt organisiert. Nach jedem Punkt fragten Jakob I. und Anni I. die Kinder im Saal, ob sie mit ihren Vorschlägen einverstanden sind, was natürlich kräftig bejaht wurde. Zu Ehren des Kinderprinzenpaares zeigte dann die Kinderprinzengarde (Jacob und Oskar Beeck, Luca Fandrich, Lennard Hütten, David Luhnen, Tarik und Kemal Saribas, Aaron Schelkes, Max und Paul Schroeren, Leonhard Spielhofen und Luka Wittke) unter den Kommandos ihres Kommandanten Anton Beeck ihren Stiefeföttchestanz, bei dem Wolfgang Genenger die große Rahser Prinzengarde aufforderte, mitzutanzen. Die Großen wussten gar nicht, was zu tun ist, von daher war das Chaos perfekt. Aber irgendwie kriegten sie es doch noch hin, und der Stiefeföttchestanz sah auch aus wie der Stiefeföttchestanz. Nachdem die kleinen Regenten mit ihrer Prinzengarde fertig waren, zog das große Prinzenpaar mit Begleitung in den Saal ein. Timm I. und Nadine I. warfen eine Menge Süßigkeiten und Stofftiere, was bei den kleinen Narren natürlich sehr gut ankam. Timm I. erzählte, dass er schon als Kind gerne im Rahser bei der Kindersitzung war. Er stellt nun mit seiner Zwillingsschwester das Prinzenpaar und meinte, sie wären noch so jung, da würden jetzt wohl fast zwei Kinderprinzenpaare auf der Bühne stehen.

Dann ergriff der Senatspräsident Frank Schiffers das Wort und ließ von einem Tanzmariechen Borussenfahnen an die Kinder auf der Bühne verteilen. Das Kinderprinzenpaar bekam noch zwei Bälle mit Autogrammen der Borussenspieler. Der ganze Saal sang das Lied "Die Elf vom Niederrhein", während auf der Bühne die grünen Fahnen geschwenkt wurden. Frank Schiffers forderte die beiden Prinzenpaare auf, in einem Fußballquiz um eine Stadionführung zu spielen. Das Kinderprinzenpaar lag klar vorne (naja, wir wollen mal nicht von Manipulation sprechen) und freut sich nun auf eine Stadionführung mit Frank. Nach dem Auszug des Stadtprinzenpaares übernahmen Jan-Philipp Schiffer und Madeleine Schückes die Moderation des weiteren Nachmittags. Zuerst erzählte Jana Hütten, dass sie mit ihrem Bruder an einem Abend, als ihre Eltern nicht zu Hause waren, eine Grillparty mit Freunden gemacht hatte. Da es an diesem Abend stark regnete, wurde der Grill kurzerhand im Wohnzimmer angezündet. Das Chaos, das dann ausbrach, brachte das Publikum zum Brüllen vor Lachen. Nach der Rede ließ Jan-Philipp Jana nicht von der Bühne, denn es hatte sich Helmut Völker vom Karnevalsverband linker Niederrhein (KLN) angekündigt. Er erklärte, dass Jana seit 11 Jahren im Rahser auf der Bühne steht, sie bietet Gesang, Tänze, Reden dar und ist auch immer dabei, wenn vom Förderverein Kinderkarneval um Hilfe gefragt wird, z. B. ein Sommerfest zu organisieren oder beim Rahser Kinderstraßenfest zu helfen. Das nahm der KLN zum Anlass, Jana den Jugendverdienstorden zu verleihen. Als Jana die Bühne frei gab, stürmten viele kleine Zwerge (Hannah Duizendstra, Carolin Funk, Martha Heider, Josi und Jenny Krull, Laura Meusen, Carla Pelzer, Leonie Schröder und Ida Steuber) auf die Bühne und erklärten "oben auf dem Berg, da steht ein kleiner Zwerg", dann "macht das Herz bumm bumm". Zwerg Leonie war sogar ein Geburtstagszwerg, da ließ das Publikum es sich natürlich nicht nehmen, lautstark "Happy Birthday" zu singen.

Nach den Zwergen stand plötzlich Oskar (Beeck) aus der Tonne auf der Bühne und erzählte, wie es sich mit seiner Familie leben lässt. Auch hier kam das Publikum aus dem Lachen nicht heraus. Danach ertönten bei der Tanzgarde der Roahser Jonges Sambaklänge, und die Garde (Luisa Koenen, Selina Lennartz, Sofie Maaßen, Marie-Tini Meskes, Melissa Niessen, Kristina Röhl, Athena Röhrig, Pia Schäfer, Lara Schippers und Greta Walter) zeigte einen hervorragenden Tanz, der sich in Sachen Beine schmeißen von großen Garden nicht unterschied. Roland Zetzen war der Meinung, jetzt müsste auch das Publikum sich mal ein bisschen bewegen und holte alle Kinder aus dem Publikum nach vorne. Sie sollten sich vorstellen, auf einer großen Wiese zu sein, auf der viele kleine Tierchen krabbelten und flogen. Da wurde gekrabbelt, wie ein Grashüpfer gehüpft, wie ein Tausendfüßler per Polonaise gegangen und wie Fliegen geflogen. Als die Kinder sich dann ausgepowert wieder auf ihre Plätze setzten, zeigte das Tanzpaar Jenny Glock und Paul Schroeren, dass sie nach ihrem Debüt letztes Jahr nicht aufgehört hatten zu tanzen und legten einen tollen Paartanz hin, der das Publikum begeisterte. Nach der ganzen Musik kam der im Rahser mittlerweile bekannte Schüler Oskar (Beeck) mit seiner Lehrerin Frau Deppendorf (Madeleine Schückes) auf die Bühne. Frau Deppendorf wollte mal sehen, was Oskar in der Schulzeit bei ihr gelernt hat. Oskar war genauso gespannt wie sie und schaffte es erwartungsgemäß nicht, eine Frage mal ordentlich zu beantworten. Leider kündigte Frau Deppendorf an, nun in Rente zu gehen, was Oskar noch zu einem Rentnerwitz hinreißen ließ. Das Publikum konnte gar nicht aufhören zu lachen, aber dann kamen die Tanzmariechen (Lotte Heider, Leonie Herfeldt, Anna Ingmanns, Sophie Luhnen, Laura Meusen, Anna Maria Mihm, Longine Nonn, Marie Prohl, Luisa Schippers, Mia Schlossmacher, Leonie Schröder und Lea Marie Wittke) auf die Bühne. Es war eine tolle rot-weiße Gruppe, die erstklassig tanzte und zum Schluss sogar zwei Mädchen in den Spagat hob. Nach den Mariechen kam die Kinderprinzengarde noch einmal auf die Bühne und zeigte, dass sie nicht nur eine Chaotentruppe ist, sondern auch zeitweise geordnet und manierlich tanzen kann.

Der Vorsitzende des Fördervereins Kinderkarneval, Lothar Beeck, kam auf die Bühne und dankte Madeleine und Jan-Philipp für ihre Moderation, sie haben mehr als hervorragend durch die Sitzung geführt.

Zum Abschluss kamen alle aktiven Kinder zum großen Finale auf die Bühne und schlossen mit dem Büttenmarsch eine ausgezeichnete Sitzung ab.