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Der Beginn des Saalkarnevals der Roahser Jonges am 06.01.2018 war grandios.

Mit dem Einzug der Gesellschaft begann um 19.45 Uhr ein äußerst kurzweiliger Abend, dessen Programm mit dem Kinderprinzenpaar Jan I. und Amy I. startete. Für Prinz Jan I. war es ein besonderer Tag, denn er hatte Geburtstag und wurde 12 Jahre alt. Die Beiden stellten sich in ihrer Rede vor und zeigten bei ihrem Tanz, dass sie genug Power für die Karnevalszeit haben. Mitgebracht hatten sie eine Abordnung aus dem neuen Jugendkarneval, bei dem die Jugendlichen, die zu alt für den Kinderkarneval, aber noch zu jung für den Erwachsenenkarneval sind, einen Platz gefunden haben, sowie aus dem Kinderkarneval „Oskar aus der Tonne“ (Beeck) , der aus der Zeit nach der letzten Session berichtete, wobei das Publikum sich kaum halten konnte vor Lachen. So kennt man Oskar im Rahser. Zum Schluss sang er den abgewandelten Song von Willy Millowitsch, „ich bin ne Roahser Jong, wat willste mache…“. Dieser Auszug aus dem Kinderkarneval zeigte ein weiteres Mal, dass man sich hier keine Sorgen um den Nachwuchs machen muss. Nach dem Ausmarsch der Kinder und Jugend startete das Programm der Erwachsenen, durch das Sitzungspräsident Wolfgang Genenger führte. Der Saxophonist Engelbert Wrobel brachte den Saal direkt mit Karnevalsliedern in Stimmung, das Publikum hielt es schon nicht mehr auf den Plätzen.

Als der Saal schon in bester Stimmung war, kündigte sich hoher Besuch an: Das Stadtprinzenpaar Dirk II. und Betina I. (Mangold) zog mit seiner Begleitung in den Saal ein. Der Roahser Jong Prinz Dirk II. begrüßte das Publikum und hier vor allem seine Rahser Freunde wie die Roahser Sänger, die Rahser Feuerwehr sowie die Schützenbruderschaft St. Notburga. Er erklärte, dass er mit seiner Betina I. ein Lied einstudiert hat, welches von Siggi Steier getextet wurde und im Festheft auf Seite 47 zu finden war. Das Publikum hatte schnell den Refrain drin und sang aus vollen Kräften „Janz Viersche hätt die Haare schön“. Nach dieser prinzlichen Gesangseinlage bot die Prinzengarde ihren Sessionstanz dar, in welchem sogar diesmal Hebefiguren gezeigt wurden. Prinzessin Betina I. sollte einen Kindergarten ziehen, der den Gewinn aus dem letzten Wettzapfen im Schattodrom in Höhe von 621,00 € erhalten soll. Das Geld kommt der Kindertagesstätte Marienheim zugute. Nachdem das Prinzenpaar mit seinem Gefolge die Bühne verlassen hatte, rief Wolfgang Genenger Nadine Mihm auf die Bühne. Nadine ist seit dem Kinderkarneval im Rahser auf der Bühne, es ging nahtlos mit den Roahser Mädches im Erwachsenenkarneval weiter. Außerdem entwirft sie mittlerweile das Bühnenbild für das jeweilige Motto, welches traditionell ab der 2. Halbzeit zu sehen ist. Hierfür dankte der Vorstand der KG und kürte sie zur Ehrensenatorin. Weiter ging es mit Ehrungen: Herbert Büstgens, Rudi Lennartz und Gerd Hendricks gehören der KG seit 40 Jahren an. Herbert Büstgens hatte sich im Wagenbau verdient gemacht und führt seit Jahren die Elferratskasse, Rudi Lennartz hat sich viele Jahre um die Kostüme gekümmert und war Schatzmeister der KG, Gerd Hendricks war jahrelang Literat und hatte somit die Künstler für das Programm ausgesucht und gebucht. Der KLN-Präsident Karl Schäfer zeichnete Herbert Büstgens, Rudi Lennartz und Gerd Hendricks mit dem BDK-Orden in Gold aus. Nun war es aber genug der Ehrungen, ein Teil der Rahser Prinzengarde (Jasmin Hörkens, Alexander und Michaela Hofer, Anne Genenger, Andreas Gütjens, Anne Goletz und Alexander Samakovlis) stürmte die Bühne und meinte, „Leev Marie, ich bin kein Mann für eine Nacht“, Michaela und Jasmin forderten „loss mer springe“, während sich dann alle zusammen einig waren „mir sin all all all nur Minsche“. Zum Schluss fragten Alex und Michaela „Warum hast du nicht nein gesagt“. Nach diesem turbulenten Tanz brauchten die Roahser Jonges und das Publikum erst mal eine Pause.

Die 2. Halbzeit wurde traditionell von den Roahser Mädches (Julia Blasius, Nadine Mihm, Colette Schlossmacher, Britta Schulte, Christina Wesch, Kathrin Wittig) eröffnet, die das Motto der KG, „venezianischer Karneval, wer viere met üch Maskenball“ tänzerisch darstellte. Es begann mit „Rondo Veneziano“, dann meinten sie, „dat is für die Ewigkeit“, waren „in Kölle verliebt“ und „sagten nur alaaf“. Sie kannten jemand, „der ene kennt, der sät, da jeht noh jet“. Sie brachten das Publikum „zum Wolkeplatz“ und zeigten tolle Hebefiguren. Als die Roahser Mädches zwischen dem kostümierten Elferrat Platz genommen hatten, kamen Klaus (Bauchredner) und Willi (Affe) und brachten mit ihrem Zwiegespräch das Publikum zum Lachen. Sie waren der Meinung, die Bahn, wo viel Verkehr läuft, ist die Reeperbahn, brachten den Zuhörern türkisch bei (wo ist die Polizei = wo Istanbul) und teilten mit, dass die vegane Sitzung in Köln abgesagt wurde, da weder die Höhner, noch Cat Ballou noch Marc Metzger auftreten durften. Ein Witz jagte den andern, das Publikum kam aus dem Lachen kaum noch heraus. Nachdem die Beiden die Bühne verlassen hatten, kam Marita Köllner und heizte dem Saal noch mal richtig ein. Nach ihrem Auftritt gratulierte Wolfgang Genenger zu ihrer Hochzeit. Marita Köllner hatte nach 28-jähriger Beziehung im Jahr 2017 ihren Lebensgfährten geheiratet. Nachdem der Saal auf den Stühlen stand, um mit Marita zu singen und zu klatschen, kam die „sanitäre Fachkraft“ Motombo Umbokko und ließ beim Publikum wieder kein Auge trocken, als er meinte, als farbiger Taxifahrer hätte er einfach so einmal 10,00 € bekommen. Als die Polizei ihn anhielt und sagte:”60,00 €”, sagte er: “Ok, steig ein”. Motombo Umbokko versprühte ein Feuerwerk an Sprüchen, und trotz der späten Stunde waren alle aufmerksam und brüllten vor Lachen.

Danach ließ die Wibbels-Air Bernd Gütjens und Jonas Schiffer auf die Bühne fliegen und hob zum ersten Mal in dieser Session ab. Die Piloten Philipp Luhnen, Jonas und Michael Schiffer hießen die Touristen Lothar Beeck, Wolfgang Ditzen,Tobias Funk, Bernd Gütjens, Sebastian und Torsten Lennartz, willkommen und wiesen sie beim Abflug „ab in den Süden“ in die Sicherheitsvorkehrungen ein. Das erste Ziel war Afrika, wo man zur Musik vom König der Löwen direkt zu den afrikanischen Klängen von Pata Pata weitergeleitet wurde. Beim Anschlussflug nach Asien geriet die Wibbels-Air in Turbulenzen, so dass Bernd die K*tüte brauchte, die Torsten im hilfsbereit hinhielt und anschließend ins Publikum warf, welches lachend aufkreischte. In Asien gelandet, zeigte man asiatischen Kampfsport zu „Kung Fu Fighting“, bevor Jonas zur „Lotusblume“ erblühte. Bernd erklomm die Treppe zum nächsten Flugzeug, welches in Amerika landete. Die Wibbels wurden zu Rappern und zeigten, dass sie auch shuffeln können. Zum Schluss gab es dann im Dunkeln „über den Wolken“ ein tolles Bild mit großen bunten Leuchtstäben. Nach diesem großartigen Auftritt meinte Wolfgang Genenger, die Wibbels hätten letztes Jahr zu Recht bei einem Männertanzturnier den 3. Platz ertanzt. Das tolle Programm wurde abgeschlossen durch die Räuber, die dem Saal noch einmal richtig einheizten. Nach dieser Party-Schlussnummer kamen alle Aktiven auf die Bühne, um zum Finale „unser Stammbaum“ zusammen zu singen. Das Publikum sang aus vollem Herzen mit, und alle Anwesenden waren sich einig, dass es eine fantastische Sitzung mit einem hervorragenden Programm gewesen ist.